Was der Regen zurücklässt
Feine Linien, einzelne Tropfen und ein Moment der Stille: wie Ame ihre Form gefunden hat.
Kennst du den Moment, kurz nachdem der Regen aufgehört hat? Alles ist still, nur auf dem Glas sind noch Spuren zu sehen. Feine Linien, die langsam auslaufen, und hier und da ein Tropfen, der zurückgeblieben ist.
Genau diesen Moment hält Ame fest. Ihre Form gleicht selbst einem Wassertropfen, rund und voll, mit einem schlanken Hals, der sich nach oben sanft öffnet. Am Hals entspringen zarte Linien und ziehen über den Bauch nach unten, jede ein wenig anders, jede endet an ihrem eigenen Ort. Hier und da sitzt kurz vor dem Ende ein Tropfen, als wäre er gerade zur Ruhe gekommen.
Darunter wird es ruhig. Die glatte, stille Fläche gibt der Vase Raum zum Atmen, ganz im Sinne des japanischen «Ma», der Schönheit der Leere.

